Ausstellung Stuttgart

Mythos Giverny

06. April – 13. Mai 2017

Mythos Giverny
Die Ausstellung wird am 6. April um 19.30 Uhr eröffnet.
Es spricht Dr. Günter Baumann.

Leporello im pdf-Format
Eröffnungsrede von Günter Baumann im pdf-Format


ONLINE AUSSTELLUNG
Man muss nicht in Giverny gewesen sein, um sich ein Bild von dem Ort unweit von Paris zu machen – es wird mit den Seerosen-Bildern von Claude Monet verbunden sein, die in den letzten Lebensjahrzehnten des Malers in seinem Refugium entstanden sind. Sein legendärer Garten ging verloren, wurde aber – in Anlehnung an seine Kunst – wiederaufgebaut. Was wir heute erleben, ob dortselbst oder in Gedanken, ist ein Garten, der »mehr aus Tönen und Farben als aus Blumen besteht«: Was Marcel Proust hier meint, ist der Mythos Giverny, der sich uns heute unterschiedlich erschließt.

Die Ausstellung in der Galerie Schlichtenmaier zeigt Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern, die sich direkt oder indirekt mit Monets Werk und seinem Garten beschäftigt haben. Beginnend mit informellen und lyrisch-expressiven Hinwendungen – von Karl Otto Götz, Winfred Gaul oder Emil Kiess –, führt die Giverny-Schau über die um 1950 geborene Generation – mit Ralph Fleck, Luzia Simons, Werner Fohrer und Bernd Zimmer –, die sich in ihrem je eigenen Realismusverständnis mit den Themen des Gartens, der Seerosen oder des Wassers auseinandersetzen, bis hin zu jüngeren Künstlern – darunter Peter Sehringer, Lorenz Spring, Cornelius Völker, Elger Esser und Anna Bittersohl, die mit einem teils kritischen, teils innovativen Bewusstsein an das Blumen- und Gartenmotiv heranwagen.

Mit der Ausstellung wird nicht nur deutlich, wie nachhaltig insbesondere der späte Claude Monet auf die Moderne und unsre Gegenwart gewirkt hat, sondern sie zeigt auch, dass man mit malerischen und fotografischen Mitteln noch immer eine selbständige Position zum mythisch gewordenen Gesamtkunstgebilde Giverny beziehen kann. Dass es auch als Idee fortlebt, ohne dass man die Rückwendung zu Monet nachvollziehen muss, ist das Verdienst der Künstler, die in der nationalen und internationalen Kunstlandschaft tätig sind.
Schloss Dätzingen / 71120 Grafenau
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Sa 11 – 16 Uhr
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