Ausstellung Schloss Dätzingen

Positionen konkreter Kunst

06. November – 04. Dezember 2021

Positionen konkreter Kunst

 Eröffnung der Ausstellung
am Samstag, 6. November 2021, um 16 Uhr. Die Galerie ist an diesem Tag bis 19 Uhr geöffnet.

Einige unserer zeitgenössischen Künstler und Künstlerinnen werden anwesend sein.
Es spricht Dr. Günter Baumann.

Bezüglich der Corona-Einschränkungen gelten die tagesaktuellen Verordnungen. Wir werden diese Eröffnung im 2G Modus (genesen, geimpft) durchführen. Den entsprechenden Nachweis bitten wir alle Besucher am Eingang vorzulegen. Checkin per Luca App möglich.

Im Rahmen der Eröffnung entsteht ein Video,
das auf Instagram, Facebook und Youtube zu sehen sein wird.



Einladung im pdf-Format
Eröffnungsrede von Dr. Günter Baumann im pdf-Format


ONLINE AUSSTELLUNG
Die aktuelle Ausstellung der Galerie Schlichtenmaier widmet sich dem gegenstandslosen Bild, das seit über 100 Jahren ganz bewusst als ›konkret‹ bezeichnet wird. Von den Konstruktivisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts propagiert, erlebte die Konkretion im letzten Jahrhundertdrittel insbesondere in der Schweiz und in Deutschland, aber auch in Ungarn eine Blütezeit und auch zahlreiche Anhänger. Die rationale Grundlage, die von dem Informationsästhetiker, Philosophen und Mathematiker Max Bense gelegt wurde, wurde bis in die gegenwärtigen Strömungen hinein zunehmend emotionalisiert. Ursprünglich ging es um nichts Geringeres als darum zu beweisen, dass Farbe und Form sich genug waren, um konkret zu sein. Das einstige ›abstrakt‹ wurde zum neuen ›konkret‹: auch Farbe und Form waren so real wie jedes vermeintlich echte Motiv. Die Konkreten opponierten gegen die vordergründig-gegenständliche wie die gestisch-abstrakte Kunst. Das Bild wurde bei Ihnen zum »Denk-Ding« (Kurt Leonhardt). So wie die konkreten Poeten – darunter auch Bense – sich über das Sprach- und Wortspiel dem Experiment öffneten, waren auch die Künstler offen fürs Spiel mit Farben und Formen. Das machte auch davor nicht Halt, die geometrische Ordnung subjektiv zu bereichern oder zu stören. Max Bill schrieb: »… eine konkrete kunst kann sich gleichermaßen a-geometrischer, amorpher elemente bedienen, also ihre darstellungsform aus andern sphären ziehen als aus der geometrie oder der mathematischen denkweise, und soweit sie die realisation einer bestimmten, objektiv feststellbaren idee ist …, ist es konkrete malerei oder plastik.« Die konkrete Kunst ist ohne Wenn und Aber von dieser Welt. Und deren Vertreter*innen machen spürbar, wie lebendig ihr Interesse an unserer Erscheinungswelt ist, diesseits und jenseits der Ratio.


Künstler*innen der Ausstellung
Hiromi Akiyama, Gerlinde Beck, Bernd Berner, Roberto Cordone, Walter Dexel, Thomas Deyle, Rolf-Gunter Dienst, Adolf Fleischmann, Günther Förg, Christoph Freimann, Günter Fruhtrunk, Winfred Gaul, Hermann Glöckner, Otto Herbert Hajek, Erich Hauser, Günther C. Kirchberger, Horst Kuhnert, Camill Leberer, Thomas Lenk, Richard Paul Lohse, Armin Martinmüller, Almir Mavignier, Georg Karl Pfahler, Platino, Lothar Quinte, Hans Peter Reuter, Sára Sebestyén, Peter Sehringer, Reiner Seliger, Anton Stankowski, Hans Steinbrenner, Anna Tatarczyk, Victor Vasarely, Gianfranco Zappettini
Schloss Dätzingen / 71120 Grafenau
T + 49 (0) 70 33 / 4 13 94
F + 49 (0) 70 33 / 4 49 23
schloss@galerie-schlichtenmaier.de
 
Öffnungszeiten
Mi – Fr 11 – 18.30 Uhr
Sa 11 – 16 Uhr
und nach Vereinbarung
Kleiner Schlossplatz 11 / 70173 Stuttgart
T + 49 (0) 711 / 120 41 51
F + 49 (0) 711 / 120 42 80
stuttgart@galerie-schlichtenmaier.de
 
Öffnungszeiten
Di – Fr 11 – 19 Uhr
Sa 11 – 17 Uhr
und nach Vereinbarung

 
Galerie Schlichtenmaier
Facebook
Youtube Kanal
Instagram
de | en