KÜNSTLER / Zeitgenössische Kunst
Thomas Deyle


Verfügbare Werke
Thomas Deyle
1957geboren in München
1966–70Übersiedelung nach Tokyo/Japan
1978–85Staatl. Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart
1979–85Stipendium des ev. Studienwerkes e.V., Schwerte
1979–82Studium der Geschichte Universität Stuttgart
1984Akademiepreis der Staatl. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
1986–95freischaffend tätig in Stuttgart
1988Graduiertenstipendium des Landes Baden-Württemberg
1995lebt und arbeitet in Köln
2006Kullturstipendium Attendorn
 Mitglied im Deutschen Künstlerbund
Das gleichsam in sich ruhende und pulsierende Werk Thomas Deyles macht deutlich, wie sehr sich der Künstler von den typischen Konkreten Künstlern, aber auch von den spirituellen Kollegen abgrenzt. Seine Inspirationen bezieht der Maler nicht aus der Esoterik. Generell spielen sachliche oder sinnliche Bezüge (etwa eine reizvoll schillernde Oberfläche eines Insekts, eine bestimmte Musik insbesondere aus der Klassik und dem Jazz usw.) eine wichtige Rolle im Werk. Als Synästhetiker verbindet Deyle Musik immer mit speziellen Farben. So wie der Klang in der Zeit und zudem im immateriellen Raum stattfindet, sieht Deyle auch die Farbe ähnlich wirksam. Es sind Stimmungen und physische Bezüge, die sich einer allzu ätherischen Geistigkeit widersetzen. Dennoch stehen Farbe und Licht in einer Symbiose zueinander, die von der ZEN-Philosophie beeinflusst ist – geprägt von Kindheitserinnerungen: Als Sohn eines Musikers mit Professur in Tokyo wuchs Thomas Deyle in Japan auf, wo er die dortigen Steingärten früh in ihrer »Aufgeregtheit in der Ruhe« wahrnahm. Von hier aus lässt sich zum Teil auch der meditative Moment herleiten, der nötig ist, um hunderte, ja bis zu tausend Schichten hochverdünnter Farbe Schicht um Schicht auf die Plexiglasscheibe aufzuwalzen. Bis Deyle diese ihm gemäße Technik entwickelt hatte, malte er zunächst hyperrealistische Bilder, kam dann von abstrakt-expressiven Arbeiten in Bewunderung von Willem de Kooning, Marc Rothko und anderen zur Übermalung von Glas, das allerdings immer die Hängevorrichtung sichtbar ließ. Erst mit dem Plexiglas konnte er hinter der Scheibe Abstandshalter befestigen, die das Werk nahezu unsichtbar auf Distanz von der Wand halten, wodurch der Eindruck entsteht, als schwebe die Farbe im Raum - ruhig und bei längerer Betrachtung in einer bewegten Dynamik. Dieses Erlebnis ist nur unmittel wahrnehmbar: Wer zu schnell weitergeht, kann den subjektiven Prozess der Wahrnehmungsveränderungen nicht auf sich wirken lassen, und wer diese Arbeiten fotografiert, dem entgeht im Nachhinein die Magie der Farbpräsenz. 
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