KÜNSTLER / Kunst nach 1945
Otto Ritschl


Verfügbare Werke
Otto Ritschl
Ritschl, 1961
1885geboren in Erfurt
1918gibt seine Tätigkeit als Schriftsteller auf und beginnt zu malen
 Mitglied des Kunstvereins Wiesbaden
1919erste Ausstellung in Wiesbaden
1925Teilnahme an der Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ in Mannheim
1929Aufenthalt in Paris
1932Ausstellung ungegenständlicher Malerei in Wiesbaden, lernt Arbeiten von Fritz Winter kennen
1933Vorzeitiger Abbruch seiner Ausstellung im Folkwang-Museum, Essen durch die Nationalsozialisten. Innere Emigration
 enge Freundschaft mit Alexej v. Jawlensky
1945lernt Arbeiten von Adolf Hölzel in Stuttgart kennen
1947Einzelausstellung in der Villa Dr. Ottomar Domnick in Stuttgart
1947–51Freundschaft mit Ernst Wilhelm Nay
1955Teilnahme an der documenta I
1955–57Teilnahme an der Ausstellung der Gruppe ZEN 49
1959Teilnahme an der documenta II
1960Villa-Romana-Preis. Bundesverdienstkreuz erster Klasse
1965Ehrenmedaille der Stadt Wiesbaden in Gold
1972Großes Bundesverdienstkreuz
1976Otto Ritschl stirbt in Wiesbaden
Abstrahierende Symbolformen beherrschen Ritschls Bilder der Nachkriegszeit. Ab 1954 vertiefen sich die Formen, die bis dahin ihren Ausdruck noch aus dem weich bewegten Zusammenspiel mit der frei beweglichen Linie gezogen hatten. Geometrisches Vokabular führt zu einer strengeren Organisation der Komposition, während Ritschl gleichzeitig von malerischen Fakturen und farblichen Nuancierungen absieht. Der Künstler steht somit als Gegenspieler der zeitgleichen Tachisten in der Nähe der französischen Konstruktivisten, mit denen zusammen er auch ausstellt.
Durch den Tod seiner Frau im Jahr 1958 verändern sich die formalen Akzente von Ritschls Kunst. So lösen sich die Farben aus ihrer strengen Ordnung und schweben in inselartigen, großzügigen Scheiben vor getöntem Grund. Um 1960 werden die Farben eigenständiges Element monochromer Meditationsbilder, um wirkende Kräfte und Energien zu verbildlichen. Wesentliches Bildelement bleibt die diffus verschwimmende Umrisslinie der Farbfelder. Ritschls Abstraktionen beziehen sich nie auf konkrete Dinge, sondern auf Bereiche der Seele. 
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