Rendezvous mit der Figur

Kriegsfurien
© Heinrich Altherr / VG Bild-Kunst, Bonn

Heinrich Altherr

Kriegsfurien, 1941

Öl auf Karton
29,6 × 38,5 cm

verso betitelt: Kriegsfurien
(ALTHEH/M 10)

€ 6.000
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Literatur: Ausst.Kat. Heinrich Altherr und Carl Hofer, Galerie Schlichtenmaier, Schloss Dätzingen, Grafenau 1990, Kat.Nr. 12, Abb. S. 44

In Heinrich Altherrs »Kriegsfurien« schweben dem Titel nach zu urteilen die grausamen Kreaturen über der Stadt und lassen durch ihre roten Posaunen wohl die Nachricht von schlimmen Zeiten ertönen. Ihre dunklen Gewänder flattern in einem wolkenverhangenen Himmel, was eine unruhige Dynamik bewirkt und beim Betrachter Beklemmung hervorruft. Die Gegenüberstellung der Düsternis mit dem hellen Inkarnat der Furien stellt einen dramatischen Hell-Dunkel-Kontrast dar, der durch den expressiven Malduktus im Ausdruck noch gesteigert wird. Die Entstehungszeit 1941 gibt Rückschlüsse darauf, dass sich Altherr in seiner allegorischen Bildsprache und symbolistisch aufgeladenen Malweise mit zeitgenössischen Themen und menschlichen Elementarängsten auseinandersetzt — in diesem konkreten Falle mit der gesellschaftlichen und politischen Unsicherheit und den Wirren des Zweiten Weltkrieges. Ein thematisch verwandtes Gemälde des Malers wurde während der Nazi-Herrschaft für »entartet« befunden und aus der Stuttgarter Staatsgalerie entfernt. Eine Variante der »Kriegsfurien« befindet sich heute in der Sammlung der Städtischen Galerie Böblingen.
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