What's up?! / Zeitgenössische Positionen zum 50. Galeriejubiläum

Ceci n’est pas un Cranach, 2018
© Joachim Kupke / VG Bild-Kunst, Bonn

Joachim Kupke

Ceci n’est pas un Cranach, 2018

Ölfarbe und Bleistift auf Leinwand auf Holz
43 × 43 cm

verso signiert bezeichnet und datiert
(KUPKEJ/M 37)

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Joachim Kupke verknüpft das Gemälde »Madonna unter den Tannen« von Lucas Cranach d. Ä. (1510) mit seiner eigenen Vorgeschichte. Seine Eltern flohen nach dem Krieg von Breslau nach Sindelfingen. Schon während der letzten Kriegsjahren war das Cranach-Gemälde, das der Maler dem Bischof von Breslau geschenkt hatte, in Sicherheit gebracht worden – in ein Kloster auf dem Land. Wahrscheinlich hat Georg Kupke - nicht wissentlich verwandt mit Joachim Kupke - 1946 durch den Kaplan Siegfried Zimmer den Auftrag erhalten, eine Kopie des Renaissance-Werks zu schaffen, um das Original in den Westen bringen und diese Kopie zurücklassen zu können. Kupke ging, bevor das Bild fertig war nach West-Deutschland, doch konnte der Kaplan es angeblich vollenden – er soll das Original mit in den Westen genommen haben, wo es lange Zeit als verschollen galt, wieder auftauchte und erst 2012 nach Breslau zurückkehrte. Die Kopie blieb in Breslauer Kirchenbesitz. Joachim Kupke nahm sich des Themas noch einmal an und machte im Sinne René Magrittes eine Replik der »Madonna unter den Tannen«, nicht als Reproduktion, sondern als Zitat mit dem Titelzusatz: »C’est ne pas un Cranach«, der es ja auch bei der Kopie seines Namensvetters nicht war.
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