Auf Papier / Originalgrafik und Zeichnungen aus Privatsammlungen

Lew Kopelew, 1981
© Johannes Grützke / VG Bild-Kunst, Bonn

Johannes Grützke

Lew Kopelew, 1981

Kreidezeichnung
158,5 × 108,5 cm

signiert o. l.: Johannes Grützke 14.9.81
(GRUETJ/M 1)

€ 5.000
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Die Arbeit Johannes Grützkes zeigt den Menschenrechtler, Germanisten und Schriftsteller Lew Sinowjewitsch Kopelew (1912 Kiew – 1997 Köln), wohl zusammen mit seiner Frau Raissa Dawydowna Orlowa-Kopelewa. Sie entstand nach der Ausweisung des Intellektuellen aus der UdSSR im Jahr 1981, als er - sicher unterstützt durch seinen Freund Heinrich Böll - in Köln eine neue Heimat gefunden hatte. Dass Grützke und Kopelew sich kannten, ist wahrscheinlich. Das mit ernstem Pathos erfasste, sehr lebensnahe Bildnis stellt eine Besonderheit im Werk Grützkes dar, da der Mitbegründer und wichtigste Vertreter der betont ironischen »Schule der neuen Prächtigkeit« bevorzugt sich selbst darstellte. Die für ihn typische Vervielfältigung des Alter ego zu einer austauschbaren Fremdperson wird hier ersetzt durch eine Einzelstudie, wobei die weibliche Begleitperson in den Modus der charakteristischen Grützke-Figuration - mit geneigtem Kopf und exaltierter Mimim - zu fallen scheint. Mit der »neuen Prächtigkeit« suchten deren Protagonisten ein Gegengewicht zur tendenziellen Monotonie eines abstrakten Minimalismus.
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