Künstlerräume I

Die Tasse, Figurine, 1970
© Jürgen Brodwolf / VG Bild-Kunst, Bonn

Jürgen Brodwolf

Die Tasse, Figurine, 1970

Öl auf Holz. Emaille-Tasse, Spielzeugmöbel
52 × 38 × 10 cm

signiert und datiert u.: Brodwolf 1970 Literatur: Willy Rotzler, Objektkunst. Von Duchamp bis zur Gegenwart, Köln 1975, Nr. 90, Abb. S. 144 Bernhard Holeczek, Jürgen Brodwolf. Werkverzeichnis der Objekte 1959 - 1976. Teil 1, Braunschweig 1976, Nr. 80 Ausst.Kat. Jürgen Brodwolf. Figurenräume, Kunstverein München 1976, Abb. o. S. Ausst.Kat. Jürgen Brodwolf. Konzeption und Entwicklung einer Figur, Kunstverein Freiburg, 1974/1975, Abb. o. S.
(BRODWJ/O 9)

€ 16.000
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Jürgen Brodwolfs seit Ende der 1950er Jahre entwickeltes bildhauerisches Prinzip der sogenannten »Tubenfigur« siedelt sich jenseits traditioneller Material- und Formgebung an. Seine Lust am Experimentieren mit den Möglichkeiten der Kombination ist typisch für sein Werk, wie es auch in »Die Tasse« auf äußerst bildhafte Weise wahrnehmbar ist. Die 1970 geschaffene Arbeit ist beim genauen Hinblicken keine bloße Objektmontage, in der ein alter Fensterrahmen mit zwei Tubenfiguren, einer Tasse sowie diversen Spielzeugmöbeln kombiniert wird, sondern erzählt auf einer tiefer gehenden Ebene komplexe und berührende Geschichten, etwa von Kindheit und Erwachsenwerden, von Heimat und Ferne oder von Vertrautheit und Entfremdung. Dass der Künstler die Figurenszene zunächst in eine Schublade gesetzt hatte, die später mit dem bereits erwähnten Fensterrahmen überarbeitet wurde und somit eine zweifache Fassung erhielt, steht sinnbildlich für Brodwolfs Prinzipien, dem künstlerischen als auch dem des Lebens, die beide dem ständigen Wandel unterworfen sind. »Brodwolf hat seit 1959 solche Zinnfiguren aus dem Atelierabfall für Objektmontagen benutzt. Dabei stellt er die packende menschliche Präsenz der in einem »automatischen« Knetvorgang entstandenen Tubenverformungen in den Vordergrund. An gequälte, geschundene Leiber erinnernd, bieten sich diese Figuren ohne Arme und Köpfe dem gelegentlich mit zusätzlicher Modellierung nachhelfenden Brodwolf zu Kompositionen an, deren Thema der leidende Mensch ist«. (Willy Rotzler)
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