Winfred Gaul / Pop Art

Sex-a-gon VII, 1970
© Winfred Gaul / VG Bild-Kunst, Bonn

Winfred Gaul

Sex-a-gon VII, 1970

Polyvinylacetat auf Spanplatte
140 × 140 cm

verso signiert, datiert und betitelt: GAUL 67 Sex-a-gon VII
(GAULW/M 51)

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Literatur: Winfred Gaul. Werke der Pop Art, Galerie Schlichtenmaier, Grafenau 2016, S. 43; Ausst.Kat. Markierungen 71, Städtisches Museum Bochum, Nr. 54; Lothar Romain: Winfried Gaul. Der Maler. München 1999, Nr. 120; Sabine Fehlemann (Hrsg.): Winfred Gaul. Ohne rechten Winkel. Malerei 1964 - 1989, Wuppertal 1998, Abb. S. 38; Lothar Romain: Winfred Gaul. Werkverzeichnis der Gemälde. 1962-1983, Bd. II, Düsseldorf 1993, Nr. 634, Abb. S. 166, Nr. 54

Die Auseinandersetzung mit der Farbe und ihrem Eigenwert entwickelte sich nach Winfred Gauls informeller Frühphase ab den beginnenden 1960er Jahren zum bestimmenden Element seiner Malerei. Die Farbflächen der Bilder werden nicht dem Prinzip einer Farbenharmonie gemäß angelegt, sondern folgen der Intention einer größtmöglichen »farbräumlichen« Wirkung, die durch ihre Intensität und durch den Kontrast zu anderen Farben erreicht wird. Unter Verzicht auf jegliche illusionistische Wirkweise der Farbe und durch Verneinung jedweder Assoziationsmöglichkeit durch eine prägnante Formgebung entstehen klare, auf strenge Form und leuchtende Farbe reduzierte Darstellungen universell verständlicher Zeichen, handschriftlos im Pinselduktus, schablonenhaft und signalartig. Zeichenhaft sind auch seine neuen Bildformate: auf die Spitze gestellte Quadrate, Tondi, Drei- oder Sechsecke, wie an seinem 1970 geschaffenen »Sex-a-gon VII« deutlich wird. Da keine Rahmung das Gemälde von der Umgebung abgrenzt, tritt mit dem sich vollziehenden Wechsel zum scharf abgegrenzten Farbfeld der Umraum stärker in Kraft. Gaul schreibt dazu 1967 in sein Tagebuch: »[...] ich bin kein geometrischer Maler oder Konstruktivist im Sinne der Bauhaus-Tradition oder des ›De Stijl‹, wie es andererseits wohl außer Zweifel steht, dass es ohne die weitverzweigte Wirkung des Konstruktivismus auf alle Bereiche der modernen Kultur weder unsere heutigen Verkehrszeichen, noch meine Malerei gäbe. Geometrie als Bildsprache, als System oder gar Stil interessiert mich überhaupt nicht. Sie ist aber als Mittel überaus geeignet, wenn man eine gänzlich unprätentiöse, rein visuelle und direkt kommunizierbare Malerei anstrebt«.
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