KÜNSTLER / Kunst nach 1945
Winfred Gaul

Ohne Titel, 1959
© Winfred Gaul / VG Bild-Kunst, Bonn

Winfred Gaul

Ohne Titel, 1959

Öl auf Leinwand
100 × 140 cm

signiert und datiert u. r.: Gaul; verso datiert: Feb. 59 Provenienz: Nachlass des Künstlers Literatur: Lothar Romain (Hrsg.)/Winfred Gaul: Winfred Gaul. Werkverzeichnis der Gemälde und Arbeiten auf Papier. 1949-1961, Bd. I, Düsseldorf 1991, Nr. G 181, Abb. S. 116
(GAULW/M 13)

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Mit steter Freude am Ausloten der Bildmittel Farbe und Form und von breit gefächerten gestalterischen Möglichkeiten sowie deren Grenzen legte sich Winfred Gaul ein großes malerisches Repertoire zu. In Folge dessen entstand ein äußerst umfangreiches Werk, das von den unterschiedlichsten Entwicklungsstufen geprägt ist. Er begann seine künstlerische Karriere nach dem Studium bei Manfred Henninger und Willi Baumeister an der Stuttgarter Akademie im Stil des Informel der 1950er Jahre. Das unbetitelte, 1959 entstandene Werk steht als reifes Zeugnis seiner impulsiv-gestisch geprägten Phase. In kontinuierlich übereinander gesetzten Pinselstrichen gehen die Übermalungen so ineinander über, dass aus der Ferne betrachtet eine nahezu monochrome Fläche entsteht. Beim näheren Herantreten lassen sich die gestischen Spuren und
Übermalungen wie eine engmaschige Netzstruktur lesen. Ausgespart bleibt lediglich eine rechteckförmige Fläche in der rechten Bildhälfte, die sich durch die verschiedenfarbigen skripturalen Verwischungen wirkungsvoll vom hellblauen Grund abhebt. Durch die Abkehr von der traditionellen Bildaussage zugunsten der Form gehört Gaul zu derjenigen Anhängerschaft von Künstlern, die sich der freien Formgebung verpflichtet fühlte und eine bis dato nicht da gewesene Autonomie des Malprozesses sowie der Bildmittel erreichte. »Die Malerei ist ein traditionelles Medium mit einem begrenzten Radius von Möglichkeiten. Indem ich male, akzeptiere ich bewusst die Grenzen der Malerei. Innerhalb dieser Grenzen aber kenne ich kein Tabu.« (Winfred Gaul)
In der großen repräsentativen Ausstellung »Le grand geste! Informel und abstrakter Expressionismus 1946-1964«, die das museum kunst palast 2010 in Düsseldorf präsentierte, war Gaul mit mehreren Gemälden aus seiner frühen informellen Zeit vertreten, was seine international hochgeschätzte Position hinsichtlich seines Frühwerks unterstreicht.
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