KÜNSTLER / Zeitgenössische Kunst
Werner Pokorny

Haus, drehend, 1990
© Werner Pokorny / VG Bild-Kunst, Bonn

Werner Pokorny

Haus, drehend, 1990

Cortenstahl
235 × 430 × 400 cm

(POKORW/S 108)

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Literatur: Werner Pokorny. Skulptur und Zeichnung, 1996, S. 71 f.; Pokorny, Die Stahlplastiken, 2007, S. 32, 110 f.

Die Plastik "Haus, drehend" von Werner Pokorny ist Platzverführung und Gesellschaftsbild in einem. In ihrer dynamisch kreisenden Bewegung animiert sie den Betrachter nicht nur zum rotierenden Blick, sondern auch zur Umrundung der Arbeit. Indem er so zum Akteur wird, nimmt er die Umgebung - hier den Platz - erst bewusst war. Die Statik der Gebäude stehen allerdings im spannungsreichen Gegensatz zur umgekehrten Hausform, die sich aus der geschwungenen Bogenlinie der Stahlplastik löst, um an der einen Spitze des Dachs am Boden anzustoßen: als Stütze einerseits, jedoch als nach oben offenes und damit gefährdetes Gehäuse. Die Schutzfunktion des Hauses verliert hier ihre Bedeutung und macht einer anderen Symbolik Platz: der einer Wankelmütigkeit des Daseins, eines Balance-Aktes auf spitzer Kante. Aus dieser Perspektive wird die Stahlarbeit auch als Sinnbild eines aus dem Lot geratenen Weltbilds greifbar. Die monumentale Ästhetik lässt die Plastik allerdings auch als reine, nahezu konkrete Form betrachten, sofern man die Haussilhouette nur als geometrische Figur auffasst.
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