KÜNSTLER / Kunst nach 1945
Hiromi Akiyama

Shadow-Dimension No. 9, 1995
© Hiromi Akiyama / VG Bild-Kunst, Bonn

Hiromi Akiyama

Shadow-Dimension No. 9, 1995

Cortenstahl
260 × 260 × 210 cm

Unikat
(AKIYA/S 25)

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Literatur: Hiromi Akiyama / Andreas Pfeiffer (Hg.): Hiromi Akiyama. Bild-hauer. [Katalog zur Ausstellung in Heilbronn und Hannover mit Werkver-zeichnis der Skulpturen] = Heilbronner Museumskatalog Nr. 68, Städtische Museen Heilbronn, Heilbronn a. N., 1997, S. 53 m. Abb.


In den 1990er Jahren entwickelt Hiromi Akiyama seine »Shadow«-Serie, die in Granit oder Cortenstahl ausgefürt sind - die Werkgruppe besteht aus der Reihe »Shadow (Dimension)« ab 1990 und der Reihe »Shadow (Zeit)« nach 1992. Mit diesen Arbeiten erreicht der Bildhauer ein Höchstmaß an Elegenz, sowohl im Bereich der Klein- als auch der Monumentalplastik. »Shadow-Dimension No. 9« von 1995 ist eine imposante großräumige Stahlplastik, welche die Grenzen zwischen begehbarer Skulptur und Architekturgehäuse ausreizt. Sowohl die gegenläufige Verdrehung der viereckig angelegten Grundformen der Öffnung und die angedeutete Faltung der Seitenwände verunklären das Thema des Quadrats. Da sich hierbei auch die Bodenfläche in den Raum verschiebt, trotzt der komplexe Raumkörper seiner Zugänglichkeit. Schwere und Leichtigkeit, Innen und Außen, Geschlossenheit und Öffnung sind hier weniger als Kehrseiten einer Medaille denn als aufeinanderbezogene Verhältnisse zu deuten. In der Erhabenheit der Form assoziiert der Betrachter Ruhe, in der Erscheinung erinnert er an ein Denkmal. So erfährt die Artistik einer dreidimensionalen Rahmung eine stärkere Gewichtung, wodurch man die inwändige Leere bewusster wahrnimmt: nicht als Nichts, sondern als Teil des Ganzen. Das Motiv der in sich verschobenen Rahmung macht aus dem Leer-Raum eine reale Situation, die sich nicht nur durch die wechselnde Position des Betrachters laufend ändert. Fernöstliche Philosophie verbindet sich hier mit den Ideen der Konkreten Kunst. Mit dem Schattenmotiv im Titel spielt der Künstler auf dessen Bedeutung für die japanische Kultur an, es zeugt aber auch von der betonten Einbeziehung räumlicher Strukturen im Spiel der Dimensionalität: Der Schatten eines dreidimensionalen (Raum-)Objekts ist notgedrungen zweidimensional, vermittelt aber aufgrund seiner Veränderbarkeit in der Zeit - im Gegensatz zur Steinplastik selbst – die körperlichen Größenordnungen mit der vierten Dimension.
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