konkrete Positionen

Sex-a-gon II
© Winfred Gaul / VG Bild-Kunst, Bonn

Winfred Gaul

Sex-a-gon II, 1967

Polyvinylacetat auf Spanplatte
120 × 135 cm

verso signiert, datiert und bezeichnet: GAUL 67 Sex-a-gon II
(GAULW/M 50)

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Provenienz: Nachlass des Künstlers
Literatur: Lothar Romain, Winfred Gaul. Werk-verzeichnis der Gemälde. 1962-1983, Bd. II, Düsseldorf 1993, Nr. 488, Abb. S. 149; Sabine Fehlemann (Hrsg.): Winfred Gaul. Ohne rechten Winkel. Malerei 1964-1989, Wuppertal 1998, Abb. 12, S. 16; Winfred Gaul. Werke der Pop Art, Galerie Schlichtenmaier, Grafenau / Dätzingen 2016, S. 36

Winfred Gaul schuf ein umfangreiches Werk, das von den unterschiedlichsten Entwicklungsstufen geprägt ist. Seine überwiegend impulsiv-gestisch geprägte Anfangszeit in den 1950er Jahren wird ab Anfang der 1960er Jahre von der Werkphase der formreduzierten, plakativen »Signale & Verkehrszeichen« abgelöst. Das 1967 entstandene Werk »Sex-a-gon II« weist die Form eines regelmäßigen Sechsecks auf und erinnert an ein Stopp-Schild aus dem Straßenverkehr. Jedoch wandelt Gaul das »echte« Warnschild, das streng genommen eine Oktogon-Form und den Zweifarbenklang Rot und Weiß aufweist, in ein »verfremdetes« um, indem er es, ohne dass er sich dabei auf eine künstlerische Tradition berufen kann, mit innovativen PVA-Farben farb- und formbezogen gestaltet und umdeutet. Zudem eröffnet das offensichtliche Wortspiel des Titels eine weitere humoristische Ebene. Es ist ein Beispiel für Gauls visuelle Stimulanz durch und seiner künstlerischen Zuwendung zur globalen »Ikonographie der Großstadt«, die im allgemeinen Straßenverkehr anzutreffen sind. In der aufs Allgemein-verständliche reduzierten, Botschaft transportierenden und multiformen Zeichensprache der Verkehrsschilder beobachtet Gaul eine »magische« Qualität. In den 1970ern findet Gaul, an seine Signale und »neuen Ikonen« anschleißend, zu seinem analytischen geometrischen Spätstil, für den er heute als einer der Wegbereiter der Signalmalerei in Deutschland hochgeschätzt wird.
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